Tasmania in der Bundesliga – Heute vor 50 Jahren

19. März 2016

VfB Stuttgart – SC Tasmania 1900 2:0 (0:0)

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Nach dem Unentschieden zuhause gegen Kaiserslautern – das durch den späten Ausgleich der Gäste allerdings nicht unbedingt als Punktgewinn bezeichnet werden konnte – lieferte Tasmania auch beim Auswärtsspiel in Stuttgart eine vergleichsweise ordentliche Leistung ab. Nach vorne blieben die Neuköllner zwar weitgehend harmlos, dafür stand man in der Defensive über weite Teile des Spiels sehr kompakt. Eine gute Stunde lang ließ man nichts anbrennen bzw. war der Tabellen-13. im Abschluss zu schwach. Dann aber fand eine Flanke von Reiner den langen Weiß, der den Ball per Kopf ins Tor von Tasmania-Keeper Klaus Basikow wuchtete (67.).
Die Gäste vermochten dem Geschehen in der Folge dann keine entscheidende Wende mehr zu geben. Als sie in der Schlussphase dann weit aufrückten, verlor Eckhardt Peschke als letzter Mann in Höhe der Mittellinie den Ball und lud dadurch Stuttgarts Waldner zu einem Sololauf ein, den dieser mit dem 2:0 krönte (87.). Das war natürlich eine Vorentscheidung – ein weiteres Mal in dieser Bundesliga-Saison verließ Tasmania den Platz mit leeren Händen. Am Rückstand auf Platz 16 und den FC Schalke 04 änderte sich zwar nichts – die Knappen verloren zuhause gegen 1860 München -, doch die 13 Punkte Differenz blieben eine übermächtige Hypothek.

Spieldaten:
1. Bundesliga, Saison 1965/66, 26. Spieltag
Anstoß: Samstag, 19.03.1966, 16 Uhr
Stadion: Neckarstadion, Stuttgart
Zuschauer: 10.000
Schiedsrichter: Wilfried Hilker (Bochum)

Stuttgart: Sawitzki, Eisele, Menne, Sieloff, Seibold, Huttary, Waldner, Peters, Weiß, Pfisterer, Reiner. Trainer: Gutendorf
Tasmania: Basikow, Becker, Linder, Maeder, Meißel, Peschke, Engler, Wähling, Neumann, Rosenfeldt, Usbeck. Trainer: Schmidt

Tore: 1:0 Weiß (67.), 2:0 Waldner (87.).

Tasmania nach dem 26. Spieltag: 18. Platz, 5:47 Punkte, 11:79 Tore – 1 Sieg, 3 Unentschieden, 22 Niederlagen

Quelle: fussballdaten.de, kicker.de, Bundesliga-Chronik 1965/66 (Agon-Sportverlag, Kassel 2005)


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