Anadoluspor Berlin 0 - 3 SV Tasmania Berlin

11. February 2018 - 13:00 Uhr - Sportplatz Wiener Straße
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Tasmania erreicht das Pokal-Viertelfinale

Weiter: Diese Startelf brachte Tasmania in die nächste Runde des Berlin-Pokals (Foto: SV Tasmania/E. S. Nickel)

 

3:0-Sieg bei Bezirksligist Anadoluspor +++ Tore von Loder, Thiele und Bär +++ Winterzugänge Bonasewicz und Ulutürk in der Startelf +++ Auslosung am kommenden Montag

Im ersten Pflichtspiel unter dem neuen Trainer Tim Jauer gab es zunächst wenig Überraschungen bezüglich der Mannschaftsaufstellung. Tolga Sahin, Mark Schmidt oder Daniel Ujazdowski fehlten, auf der linken Seite erhielt Damien Tiedmann den Vorzug vor Eddie Udeoka. Auch zwei Neuzugänge waren von Beginn an dabei: Janek Bonasewicz wusste in der Defensive zu überzeugen, Serbülent Ulutürk – zur Pause gegen Yildirim Tokmak ausgetauscht – fehlte dagegen noch ein wenig die Bindung zum Tasmania-Spiel. Sascha Lorke, dritter Neuer im Winter, stand nicht im Aufgebot.

Wichtiges Führungstor vor der Pause

Debütant Nr. 1: Janek Bonasewicz

Die Auslosung zum Achtelfinale im Berlin-Pokal hatte dem SV Tasmania den letzten, im Wettbewerb verbliebenen Bezirksligisten beschert. Wer die Ausscheidungsspiele unter diesen Voraussetzungen kennt, weiß, dass der Außenseiter hier wirklich ein solcher ist und kaum eine reelle Chance auf das Weiterkommen besitzt. Für den Favoriten wird die mögliche „Fallhöhe“ dadurch natürlich trotzdem um so größer. Anadoluspor ging die Partie wiederum in dem Wissen an, nichts zu verlieren zu haben und präsentierte sich demzufolge nicht wie das Kaninchen vor der Schlange. Die Gastgeber, die auf den Sportplatz an der Wiener Straße ausgewichen waren, sorgten vielmehr mit frühem Stören und giftiger Zweikampfführung dafür, dass von Tasmania erst mal wenig Torgefahr ausging. Im Gegenteil sorgte der Bezirksligist in den ersten Minuten für mehr Brisanz vor dem Gehäuse von Robert Schelenz, ohne die Angriffszüge allerdings konsequent zu Ende gespielt zu bekommen. Sehenswerteste Szene dabei sicher ein Seitfallzieher im Sechzehnmeterraum – dass der Anadolu-Spieler dabei weit entfernt davon war, ein gefährliches Spiel auszuüben, sprach allerdings auch für die Nachlässigkeit, mit der die Neuköllner Defensive nicht nur in dieser Situation zu Werke ging.

Mit zunehmender Dauer erspielte sich Tasmania dann aber mehr Chancen. Ein Kopfball von Romario Hartwig nach einer Viertelstunde war dabei noch kein Problem für Anadolus Torwart. Julian Loder sorgte da zehn Minuten später schon für mehr Gefahr, den Vogel aber schoss sicher Nicola Thiele ab: nach feiner Kombination brachte er auf dem nach einsetzendem Schneeregen inzwischen rutschigen Geläuf den Ball im leeren Tor nicht unter (29.). Auch die Versuche von Mehmet Okan Kirli (35.), Arber Shuleta (40.) und erneut Thiele (44.) fanden nicht ihr Ziel, einen Kopfball von Lucas Bähr meisterte der gegnerische Keeper (45.). Es sind diese Spielverläufe, die ein unangenehmes Gefühl aufkommen lassen: erst läuft nicht allzu viel, dann ist man überlegen, aber der Ball will nicht ins Tor. Julian Loder sollte die mitgereisten Fans dann aber noch vor dem Halbzeitpfiff von den gröbsten Sorgen befreien: per Kopf traf er nach gut getimter Flanke von Damien Tiedmann zum 0:1, der Schiedsrichter beendete unmittelbar danach den ersten Durchgang.

Vorentscheidung nach einer Stunde

Debütant Nr. 2: Serbülent Ulutürk

Nach dem Seitenwechsel sorgte die Tas-Offensive zunächst für eine weitere kuriose Szene, als sowohl Hartwigs Versuch als auch Loders Nachschuss vom Gegner in letzter Sekunde abgeblockt werden konnten (50.). Nicola Thiele sorgte dann aber nach einer Stunde für klare Verhältnisse, als der Mittelfeldspieler nach Balleroberung schnell und mit viel Übersicht einen Heber aus gut und gerne 25 Metern über den zu weit vor seinem Tor stehenden Schlussmann ins Tor schoss. Schon der nächste Angriffszug sorgte für die Vorentscheidung: Hartwig hatte zunächst Pech, als sein Kopfball an den Pfosten klatschte, doch Bähr war im Stile eines Stürmers zur Stelle und staubte zum 3:0 ab (63.). Der Rest war nur noch Formsache, Hartwig traf nach einem Solo aus spitzem Winkel den Außenpfosten (70.) und sollte somit ohne Tor an diesem Nachmittag bleiben.

Am Ende also ein Pflichtsieg, der den SV Tasmania ins Viertelfinale des Pokals bringt und ein attraktives Los verspricht. Gezogen werden die Partien am kommenden Montag, zuvor steht noch der Liga-Auftakt 2018 an. Am Sonntag geht es zuhause gegen den SV Empor, mit dem Tasmania noch eine Rechnung offen hat: beim Hinspiel verlor man trotz Zwei-Tore-Führung noch 3:2 im Prenzlauer Berg. Das hatte man sich seinerzeit allerdings vor allem selbst zuzuschreiben.

Spielbericht: Arch Stanton

Zur Fotogalerie von Estella Shaina Nickel

SV Tasmania: Schelenz; Bonasewicz, Loder, Bähr; Asma, Ulutürk (46. Tokmak); Kirli, Shuleta (74. Hassane), Tiedmann (80. Udeoka); Thiele, Hartwig.
Tore: 0:1 Loder (45.), 0:2 Thiele (60.), 0:3 Bähr (63.)
Zuschauer: 167 Zahlende an der Wiener Straße

Nächstes Spiel: Sonntag, 18.02., 14 Uhr, gegen SV Empor im Werner-Seelenbinder-Sportpark